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 Baden-Württemberg  Oberschwaben  Programmpunkte 

Großer Osterbrunnen in der historischen Dorfmitte

Kirchplatz 5
89613 Oberstadion
ProgrammpunkteSehenswürdigkeit / Ausflugsziel
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1 Stunden Eier soweit das Auge reicht für Gruppen ab 1 bis 15 Pers.
30.00 € € pro Gruppe

Details zum Angebot

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  • Preise und Termine
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AusflugBarrierefreiBusparkplatz vorhandenMuseum / Ausstellung

Beschreibung

Von Palmsonntag bis 2 Wochen nach Ostern ist in der historischen Ortsmitte der „19. Oberstadioner Osterbrunnen“ mit über 10.000 Hühner-, Enten-, Gänse- und Wachteleiern am Brunnen und an verschiedenen Skulpturen zu besichtigen.

Der „19. Oberstadioner Osterbrunnen“ begeistert nicht nur mit seinen verschiedenen Skulpturen wie Weltkugel, Lamm, Quelle, Hahn und Henne, sondern auch mit dem 2014 erstellten „Auferstehungsheiland“ sowie dem im Jahr 2015 hinzugekommenen „Heiligen Grab“, welches mit rund 1.200 Wachteleiern gesteckt ist.

Osterbrunnen – Brauchtum und Geschichte
Das Schmücken der Brunnen zu Ostern hat seinen Ursprung in der fränkischen Schweiz. Es ist die Gegend um Bamberg, Forchheim, Bayreuth und Pegnitz.
Hier sind die geologischen Gegebenheiten ähnlich wie auf der schwäbischen Alb. Über einem wasserdurchlässigen Kalkgestein liegt nur eine dünne Humusschicht, sodass das Oberflächenwasser nach Niederschlägen in kürzester Zeit nach unten versickert und in zahlreichen tiefer gelegenen Quellen wieder austritt.
Für die auf der Hochfläche der Fränkischen Schweiz lebenden Dorfbewohner war deshalb in früheren  Zeiten die Versorgung mit Wasser ein großes Problem.
Dorfweiher dienten der Versorgung des Viehs, jedoch das Wasser für die Menschen wurde in Zisternen gesammelt. Bei  zu geringen Niederschlägen reichte das Wasser nicht für das ganze Jahr aus. Das Trinkwasser musste mit Butten (wurden von Frauen auf dem Rücken getragen) und Fässern an den tiefer liegenden Quellen geholt und unter großen Mühen ins Dorf getragen werden. Um das ganze Jahr durch über gutes Wasser verfügen zu können, mussten die Quellen sauber gehalten werden. Das Reinigen geschah in der Regel nach der Frostperiode im zeitigen Frühjahr. Im 14. Jahrhundert bevölkerte ein slawischer Stamm die Fränkische Schweiz. Es gibt Belege aus Ebermannstadt aus dem Jahre 1322. Sie brachten den Brauch mit, die Brunnen im Frühjahr mit Reisig zu schmücken, um die Quellgöttin gnädig zu stimmen. Dies wurde aber von der katholischen Kirche als heidnischer Brauch abgelehnt.
Das Reinigen und Schmücken der Brunnen wurde dann in die Karwoche verlegt und am Ostermorgen ein Ostermahl mit Brot, Wein und Eiern gefeiert. So wurde der Brauch ins Christentum übernommen.
Nach dem die Bedeutung der Brunnen durch moderne Wasserversorgungssysteme schwand, befand sich auch der Brauch am Aussterben. Ab dem Jahr 1952 nahm sich der Nürnberger Arzt und Burgenforscher Dr. Kunstmann dieses Themas an und engagierte sich zusammen mit seiner Frau für den Fortbestand des Brauchs.
Ursprünglich nur in der Fränkischen Schweiz üblich, hat sich das österliche Brunnenschmücken seit den 1980er Jahren über weite Teile Oberfrankens verbreitert.
Heute gibt es in dieser Gegend nach neuesten Zählungen etwa tausend Osterbrunnen. Der größte steht in Biberbach mit zwölftausend Eiern. Zwischenzeitlich wird dieser schöne Brauch in Sachsen, im Saarland, in der Pfalz, in Bayern und auch bei uns in Schwaben gepflegt.

Preise und Termine

Preis pro Gruppe ab: 30,00 €

Reisedauer: 1 Stunden

Gültig im Zeitraum von: 21.03.2027 bis: 11.04.2027

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    Ansprechpartner: Monika Traub
    Krippenmuseum Oberstadion Kirchplatz 5/1 89613 Oberstadion

    Tel.: +49 (0)15224842830
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    Gemeinde Oberstadion

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